Das Leben im jetzigen Moment

Ich besitze mein Leben und werde es bis auf den letzten Tropfen auskosten. Mir die wunderschöne Welt auf der wir leben mit eigenen Augen anschauen, den Menschen, Tiere und Pflanzen die auf diesen Planeten zu Hause sind begegnen, von ihnen lernen und mit ihnen wachsen. Bewusst diesen jetzigen Moment leben, mich umschauen und alles wahrnehmen, die Gerüche der Welt atmen, den Wind auf meiner Haut und in meinen Haaren spüren, die Kälte und die Wärme, der Musik der Natur lauschen, zuhören! – All meine Sinne auf das Jetzt fokussieren, denn die Gegenwart ist der Schlüssel zur Freiheit.

Die LeidIMG_7125enschaft die mich Antreibt

Ich bin total elektrisiert und habe dieses große Verlangen der Vielfalt und der Einzigartigkeit der Menschheit in dieser Welt zu begegnen. Denn Begegnungen sind was mein Leben ausmacht, keine Langeweile aufkommen lässt, mich mit neuen Erfahrungen und Abenteuer füllt und mein Herz berührt. Begegnungen sind in jeder Hinsicht bereichernd und für mich mehr intensiv, wenn sie außerhalb meiner Komfortzone statt finden. Deshalb reise ich alleine durch die Welt, tauche in unterschiedliche Kulturen ein, schaue mir die Vielfalt der Natur an und lerne von ihr, stelle mein Geschmacksinn auf die Probe, tausche Fähigkeiten und Wissen aus, bewege mich mit der Leichtigkeit eines Kindes auf meinem Weg und schließe Freundschaften mit den Kindern dieser Welt, betrete magische Orte die die Natur erschaffen hat, komme an meine Grenzen und überschreite diese, fühle mich und das pure Leben.

Forscher sagen, das ca. 20% der Bevölkerung ein DRD4-R7 – ein sogenanntes Entdecker-Gen besitzen. Definitiv bin ich davon getroffen. Denn Menschen mit diesem Gen sind besonders neugierig, risikofreudig und rastlos. Sie erkunden gerne neue Orte, schließen gerne neue Bekanntschaften und probieren liebend gern neues Essen aus. Sie lieben das Abenteuer und die Abwechslung. Sie kreieren immer wieder neue und extreme Lebensstile.

Ja man, das trifft so was von zu, jetzt habe ich eine Entschuldigung für meinen extremen Antrieb. Haha…

Meine Träume die ich verfolgeschön

Ich bin nun seit mehr als 8 Monaten in Südamerika unterwegs, bin durch Ecuador, Kolumbien und Brasilien gereist. Aktuell bin ich in Bahia in Brasilien, lebe mit einer einheimischen Familie auf dem Land und beteilige mich an den anstehenden Arbeiten auf der Farm und im Haus. Ich lerne das typische Essen kennen und übe mich in der Zubereitung, trainiere mein Spanisch und Portugiesisch, bekomme Einblicke in andere Lebensweisen und Weisheiten, baue mir Wissen über Permakultur auf wie das Anpflanzen und ernten von Gemüse, Obst, Kräutern, schließe enge Freundschaften und erlebe eine menge Abenteuer.
Ich habe mir für diese Reise keine Pläne gesetzt, lasse mich einfach treiben, durch den Kontakt zu den Menschen denen ich begegne. Es ist nicht wichtig all die touristischen Dinge zu tun, die man unbedingt mal gesehen haben muss, wenn man schonmal vor Ort ist, diese Art von Aktivitäten ist für mich zur Nebensache geworden. Ich bleibe in jedem Land solange ich möchte, bis mindestens zu drei Monate, da dann meistens das Visum abläuft. Ich lebe mit den Einheimischen und biete meine Arbeitskraft und den kulturellen Austausch gegen ein Bett (Zeltplatz im Garten) und Verpflegung an. Eine sehr bereichernde Erfahrung, die mir mehr bringt als jedes Studium in einer Universität. Ich spreche jetzt auch Spanisch, weil wie man so schön sagt „ich ins kalte Wasser gesprungen bin“ und einfach sprechen musste. Es sind so unglaublich viele Dinge die ich lernen darf und es ist wunderschön die Gastfreundschaft der Menschen in den verschiedenen Kulturen zu genießen, die Herzlichkeit und Offenheit die mir immer wieder ein Gefühl von Geborgenheit in einer fremden, von zu Hause weit enfernten Welt gibt. Große Dankbarkeit macht sich breit und die Neugier auf mehr überflutet mich.

Ich bin auf meinem Weg und habe diesen Weg als Ziel vor Augen. Mein Vorhaben ist noch lange nicht vorbei, ich möchte bis nach Argentinien runter reisen und mir dabei viel Zeit lassen. Es kommen noch einige Länder, Abenteuer und vor allem Begegnungen auf meinem Weg, der mich dann hoffentlich von Argentinien aus bis in die Antarktis bringt. Und das ohne große finanzielle Ressourcen, ich denke auch auf Schiffen die von Ushuaia abfahren könnte ich meine Arbeitskraft anbieten, ich würde mich auf 12 Stunden am Tag putzen, kochen, animieren, Betten machen oder auch harte körperliche Arbeiten einlassen, nur damit ich einmal die kalte klare Antarktisluft riechen und das ewige Eis um mich herum spüren kann. Klingt verrückt, ich weiß ja selbst – aber ich glaube dran und solange lasse ich mich davon nicht abbringen.
Und bisher habe ich immer alles schaffen können, was ich wirklich wollte. Es ist die Leidenschaft und der absolute Wille die mich antreiben, das Feuer was in mir brennt. Kennt ihr das? Es ist magisch.
Im August werde ich für ein 2 Monate eine Reisepause einlegen und meine Familie in Lingen besuchen, damit ich wieder ausreichend mit Liebe erfüllt bin um weiter zu machen und neue Kraft in mir trage. Denn ganz sicher sind es immer und immer wieder prägende und wundervolle Erfahrungen die ich sammeln darf, doch trotzdem bin ich alleine in der weiten Welt unterwegs und bin so weit raus aus der eigenen Komfortzone, dass man manchmal auch schwierige Situationen tapfer und alleine überstehen muss.

Warum ich nicht in Sozialen Projekten mitwirken kann

Jetzt möchte ich noch das Thema soziale Projekte ansprechen. Vor meiner Reise habe ich den Plan gehabt, in sozialen Projekten mitzuwirken und meine Hilfe anzubieten. Leichter gesagt als getan. Ich habe einige Projekte angesteuert, mich vorgestellt und mit den Zuständigen gesprochen. Es war leider nie möglich für mich, in ein Projekt einzutauchen, auch trotz der sozialpädagogischen Ausbildung nicht. Ich habe meine volle Arbeitskraft für lediglich ein Bett und ein Mahlzeit am Tag angeboten und war leider nicht erfolgreich. Ein großer Grund dafür ist, dass Südamerika von Volunteers aus Europa überlaufen ist. Das bedeutet, das Agenturen aus Europa, Jungs und Mädchen in die sozialen Projekte nach Südamerika vermitteln. Dabei zahlen die Volunteers sehr viel Geld, um z.B. drei Monate an einer Schule Englisch zu unterrichten Friendshipoder den Tag mit Straßenkindern zu gestalten. Das war mir zuvor nicht bewusst und ist ein wirklich schwieriges Thema. Außerdem konnte ich mich, nachdem ich mir selbst ein Bild von der Situation der Volunteers in Südamerika
machen konnte, moralisch nicht mehr darauf einlassen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die sozialen Projekte von den Aufenthalten der Volunteers leben und dass immer ein stetiger Wechsel stattfindet, was für die Kinder bedeutet, dass sie ständig Beziehungsabbrüchen ausgese
tzt sind. Es ist ein großes Thema und sehr fraglich, in wie weit voluntieren mit belastenden Menschen im Ausland noch zu vertreten ist. Auch weil es sich bei der Problematik des Klientel häufig um schwierige Themen mit traumatischen Hintergründen handelt. Es ist eben auch eine Art von Tourismus. Ein langes Thema auf das ich sicher noch einmal ausführlicher drauf eingehen werde. Aber jetzt könnt ihr vielleicht etwas verstehen, warum ich erst so große Töne geklopft habe und dann dabei nichts heraus gekommen ist. Aber trotzendem bin ich “social around the world“ unterwegs und bleibe meinem Motto treu, denn im intensiven sozialen Austausch mit den Einheimischen stehe ich ständig und es konnten sich daraus sehr großartige Freundschaften entwickeln. Ich werde weiter von Land zu Land mit den lokalen Leuten leben, den faszinierenden Austausch stattfinden lassen und Freundschaften schließen.

Schaut doch mal vorbei

Ich habe großen Spaß daran, meine Erlebnisse und Erfahrungen zu dokumentieren und zu teilen.Allerdings muss ich gestehen, dass ich den Blog nicht wirklich bediene, wie euch sicherlich aufgefallen ist, aber ich habe großen Spaß dabei, meine Erlebnisse zu visualisieren, deswegen könnt ihr meine Abenteuer mit regIMG_9673elmäßigen Updates auf You Tube und bei Instagram verfolgen und euch auf meiner Reise durch Südamerika (mit hoffentlich großem Ende in der Antarktis) mitreißen lassen. Ihr findet mich dort unter Socialbackpack.

Genießt das Leben, genießt die Welt auf der wir leben, genießt die Menschen in all ihren Farben, genießt Mutter Natur mit all ihren Elementen, genießt Abenteuer, genießt die Liebe, genießt den Moment und vor allem genieße dich selbst. Lebe dein Leben – JETZT

Adios Lena

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